Mercedes-Benz elektrifiziert alle gewerblichen Transporter

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Alle gewerblichen Transporter sollen als Elektrovarinate auf den Markt kommen – das plant Mercedes-Benz Vans. Den Anfang macht der eVito. der ab sofort bestell- und ab der zweiten Jahreshälfte 2018 lieferbar ist. Weitere Baureihen sollen ab 2019 folgen.

Mercedes-Benz-Vans im nächsten Jahr mit der Elektrifizierung ihrer Nutzfahrzeug-Baureihen beginnen. Den Anfang macht der eVito in der zweiten Generation. Ursprünglich brachte Mercedes-Benz Vans den Vito E-Cell im Jahr 2010 auf den Markt. Der eVito wird ab 39.990 Euro (in Deutschland exklusive Mehrwertsteuer) verfügbar sein.

Mittlerweile ist das Interesse an Elektroautos deutlich gewachsen. Das liegt vor allem an der zunehmenden Akzeptanz und dem Ausbau der Infrastruktur. Theoretisch sind leichte, elektrisch-angetriebene Lieferwagen wie der Vito ideal für Stadt: Sie legen während ihrer täglichen Dienstzeit wahrscheinlich nicht mehr als 160 Kilometer zurück und können jede Nacht am selben Ort aufgeladen werden. Auf den elektrischen Vito folgt 2019 der eSprinter. Angerundet wird das Angebot durch den Citan.

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit, Quelle Bild: Daimler AG)

Tesla Batterie-Chefingenieur geht und gründet Start-up

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Und die nächste Führungskraft geht: Über vier Jahre war Jon Wagner Batterie-Chefingenieur bei Tesla. Jetzt ist er gegangen und gründet ein eigenes Unternehmen.

Die einen starten mit einem eigenen Elektro-Lieferwagen durch, andere wollen mit ihrem eigenen Unternehmen an die Spitze der Energieversorgung und wieder andere bauen eine Batteriefabrik in Nordschweden: Nicht wenige Tesla-Manager bauen sich nach der Zeit beim Elektroautobauer ihre eigenen Unternehmen auf. Dabei lehnen die neuen Start-ups auch an die Träume an, die einst von Tesla-Chef Elon Musk kamen. So könnte es nun jedenfalls bei der Gigafabrik in Europa sein, bei der zwei Ex-Tesla-Manager Musk jetzt zuvor kommen. Mit Jon Wagner geht ein weitere Mann aus der Tesla-Führungsebene. Und er gründet, so wie viele vor ihm, sein eigenes Unternehmen im Bereich Elektroantriebe.

Unter dem Firmennamen „stealth startup“ will Jon Wagner künftig Batterien und Antriebsstränge entwickeln. Dafür wirbt er derzeit geeignetes Personal an, wie er selbst auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn schreibt. Wagner kam im Januar 2013 zu Tesla. Berichten zufolge kommentierten weder er noch der Elektroautohersteller die Personalangelegenheit. Auf seinem ist Profil vermerkt, dass er seit Oktober bei dem Start-up tätig ist. Bevor er zu Tesla kam war er unter anderem bei Mission Motors angestellt. Das Unternehmen baut Batteriepacks für Motorräder.

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit – Quelle Bild: Tesla)

BMW Brilliance eröffnet Batteriefabrik in Shenyang

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Wichtiger Schritt für BMW auf dem Weg Richtung Elektromobilität: Gemeinsam mit Brilliance China Automotive Holdings Ltd. eröffneten die Münchner heute, Dienstag (24.Oktober 2017) das neue „High Voltage Battery Center“ in Shenyang in China.

Die neue Batteriefabrik beliefert das nahe gelegene Werk des Joint Ventures BMW Brilliance Automotive (BBA) in Dadong. Dort wird derzeit die Produktion des BMW 5er Plug-in Hybrid für den lokalen Markt vorbereitet.

BMW Produktionschef Oliver Zipse sagte anlässlich der Eröffnung: „Das innovative High Voltage Battery Center in Shenyang stellt einen bedeutenden Schritt in der Elektromobilitätsstrategie der BMW Group dar. Es ist die erste Batteriefabrik eines Premium-Automobilherstellers in China und bereits die dritte innerhalb unseres Produktionsnetzwerks nach Deutschland und den USA.“

Der Autobauer integriert ihre Batteriefabriken in das bereits bestehende, internationale Produktionsnetzwerk. Dazu nochmal Oliver Zipse: „Für 2025 erwarten wir, dass der Verkaufsanteil unserer elektrifizierten BMW und MINI Modelle global zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Das entspricht einem Volumen von mehreren Hunderttausend Fahrzeugen pro Jahr. Daher erscheint es uns sinnvoll, die Elektromobilität in die bereits bestehenden Produktionsprozesse zu integrieren.” Das Unternehmen kann damit flexibel auf die Nachfrage nach elektrifizierten Modellen reagieren.

BMW sieht Wettbewerbsvorsprung

Der Hochvoltspeicher ist – zusammen mit dem E-Motor – zentraler Bestandteil von teil- und vollelektrifizierten Fahrzeugen. Durch die Inhouse-Produktion hat die BMW Group einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, indem sie sich Know-how bei neuen Technologien sichert, wichtige Systemkompetenz hinzu gewinnt und Kostenvorteile nutzen kann. Bereits heute produziert das Unternehmen an zehn Standorten weltweit elektrifizierte Fahrzeuge. Die dafür benötigten Hochvoltspeicher kommen aus den BMW-Werken in Dingolfing, Spartanburg und nun auch Shenyang. Dabei übernimmt das Werk Dingolfing als Kompetenzzentrum für E-Antriebssysteme innerhalb des Netzwerks eine führende Rolle.

Von der Zelle zum Hochvoltspeicher

Die Fertigung der Hochvoltspeicher gliedert sich in zwei Produktionsabschnitte. In einem hochautomatisierten Verfahren werden zunächst die angelieferten, taschenbuchgroßen Lithium-Ionen-Zellen geprüft und anschließend zu einer größeren Einheit, den sogenannten Batteriemodulen, zusammengefügt.

Danach werden die Batteriemodule gemeinsam mit den Anschlüssen, Steuergeräten und Kühlaggregaten in ein Aluminiumgehäuse montiert. Die Größe und Form des Aluminiumgehäuses sowie die Anzahl der verwendeten Batteriemodule ist je nach Fahrzeugvariante unterschiedlich. So entsteht ein optimal angepasster „Batteriepack“, beziehungsweise Hochvoltspeicher.

Diese Kombination aus standardisierten Batteriemodulen und an das Fahrzeug flexibel angepassten Gehäusen habe mehrere Vorteile: zum einen stelle sie in der Produktion von Hochvoltspeichern einheitliche Eigenschaften und Qualitätsstandards sicher. Gleichzeitig sei der modulare Aufbau der Hochvoltspeicher die Basis für verschiedenste E-Antriebsvarianten. Und nicht zuletzt schaffe dieses Baukastenprinzip die Voraussetzung dafür, schnell auf die Kundennachfrage reagieren zu können und Kostenvorteile zu nutzen.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: BMW Group)

Engpässe für Batterie-Rohstoffe. VW holt sich leider eine Abfuhr.

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Volkswagen versucht, sich langfristig mit Kobalt für seine Elektroautos einzudecken – und findet keinen Anbieter. Die Episode illustriert das größte Problem bei der Massenproduktion von E-Mobilen: Die Rohstoffe für Batterien sind viel zu knapp.

Ford, Daimler, Volkswagen – die größten Autobauer der Welt überbieten sich gerade mit Angriffsplänen, um Marktführer bei Elektroautos zu werden. Bis 2025 will der VW-Konzern 30 E-Modelle an den Start bringen und nimmt nun verstärkt Tesla ins Visier. GM will in den nächsten sechs Jahren 20 reine E-Autos produzieren. Auch Daimler will seine gesamte Flotte bis 2022 elektrifizieren. Doch die geplante Elektro-Revolution der Hersteller stößt zunehmend an physikalische Grenzen.

VW hat das nun schmerzhaft zu spüren bekommen. Laut “Financial Times” (FT) hat der Wolfsburger Konzern versucht, seine Versorgung mit Kobalt, neben Lithium das wichtigste Metall zur Herstellung von Batterien, langfristig zu sichern – und ist dabei krachend gescheitert. Im September soll VW demnach einen Versorgungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren zum Fixpreis ausgeschrieben haben. Es fanden sich aber kaum Bieter. Die Ausschreibung sei deshalb bis Ende Oktober verlängert worden.

Ein Grund dafür war offenbar, dass der Autogigant bei der Ausschreibung so vorging, wie er es bisher aus Verhandlungen mit Zulieferern gewöhnt ist: Er versuchte die Kosten mit Langzeitverträgen zu drücken. Laut “FT” strebte VW Lieferungen deutlich unter dem derzeitigen Marktpreis an. “Sie sind arrogant, weil sie das als Autobauer so gewöhnt sind”, zitiert das Blatt einen Händler. “Es hat keinen Sinn, darüber zu verhandeln – es ist nicht mal ein Diskussionspunkt.”

Kobalt-Preis explodiert dank Elektro-Boom

Eine andere Ursache für den Flop ist, dass der Markt die enormen Kobalt-Mengen, die VW und andere Autobauer zur Massenproduktion von Batterien brauchen, kaum noch hergibt. Schon heute verschlingen Smartphones und Tablets Unmengen des seltenen Metalls. Die Herstellung von Batterien für Elektro-Autos bringt die Anbieter an die Kapazitätsgrenze. Allein VW habe mit seiner Ausschreibung 80.000 bis 130.000 Tonnen Kobalt nachgefragt, sagte ein Händler der “FT” – fast eine gesamte Weltjahresproduktion. Die lag laut US-Geologiebehörde (USGS) 2016 bei 123.000 Tonnen.

Die Verknappung lässt die Preise explodieren: Allein in diesem Jahr hat sich der Kobalt-Preis laut der Londoner Metallbörse LME von etwa 30.000 auf rund 60.000 Dollar je Tonne verdoppelt. Der Boom der E-Autos, die Angst vor Versorgungsengpässen und die instabile politische Situation im Kongo treiben die Preise. Mehr als die Hälfte der weltweiten Kobalt-Förderung stammt aus dem Bürgerkriegsland in Zentralafrika. Millionen bettelarmer Minenarbeiter buddeln das Metall dort unter menschenunwürdigen Bedingungen mit bloßen Händen aus der Erde. Auch zehntausende Kinder schuften laut Unicef in den Steinzeit-Minen.

VW und Co. auf dem “Irrweg”?

Auch der Lithium-Markt ist wegen des Elektro-Hypes angespannt. Das Leichtmetall wird anders als Kobalt zwar nicht an der Börse gehandelt. Trotzdem ging der Preis in den letzten Jahren durch die Decke. Investoren reißen sich um die Aktien von Batterie-Herstellern wie Varta. Und VW-Strategiechef Thomas Sedran schließt nicht aus, dass sich der Autobauer sogar an Minengesellschaften beteiligen wird.

Der batteriebasierte Weg in die Elektro-Mobilität sei ein “Irrweg”, sagte Auto-Experte Helmut Becker n-tv.de: “Alle Hersteller stürzen sich auf diese Batteriefahrzeuge. Und am Ende des Tages kommt heraus, dass es gar nicht genug Batterien oder besser gesagt Rohstoffe zur Herstellung von Batteriezellen gibt.”

Auch die Schweizer Bank UBS sieht hohe Hürden für die Elektro-Revolution: Für eine Welt, in der ausschließlich Elektro-Autos fahren, würden laut den Berechnungen ihrer Analysten das 19-Fache der derzeitigen Kobalt-Fördermenge und das 29-Fache der heutigen Weltjahresproduktion von Lithium benötigt.

“Flaschenhals” für den Elektro-Boom seien dabei weniger die Reserven, sondern die derzeitigen Förderkapazitäten für die wichtigsten Metalle. Und die beschränkten Produktionskapazitäten der Batteriehersteller: Bis 2025 würden selbst im günstigsten Szenario 14 Gigafabriken mit Gesamtkosten von 64 Milliarden Dollar benötigt, um mit der erwarteten Nachfrage Schritt zu halten. Die erste soll laut Tesla nicht vor 2020 ihre volle Kapazität erreichen.

(Quelle: Hannes Vogel, ntv-de, Quelle Bild: VW)

VW F&E-Chef zu Batterien: Größtes Einkaufsvolumen aller Zeiten

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„Wenn wir 2025 rund 25 Prozent unseres Absatzvolumens mit Elektromobilität machen wollen (…) bedeutet das für uns das größte industrielle Einkaufsvolumen aller Zeiten“, sagte Ulrich Eichhorn, Chefentwickler im VW-Konzern, im Titelinterview der heute erscheinenden Ausgabe der AUTOMOBIL PRODUKTION.

Geht es um das Thema Elektromobilität, so teilen Autohersteller die Meinung, dass Tesla zwar ein Glücksfall für die Autoindustrie ist, da die Marke als Katalysator für den Technologiewandel wirkt, das Geschäft mit den E-Autos aber erst jetzt beginnt. „Dabei ist das, was jetzt zu sehen ist, das Ergebnis einer vor drei Jahren oder noch länger zuvor eingeleiteten Entwicklung“, sagt Ulrich Eichhorn, VW-Chefentwickler gegenüber AUTOMOBIL PRODUKTION.

Die Rechnung dabei ist klar: Je mehr Elektromodelle der Serienfertigung näher kommen, umso mehr Batterien müssen verfügbar sein. „Die Batterie ist eindeutig das bestimmende Element im Elektrofahrzeug“, sagt Eichhorn. Abgesehen von den Kosten müssen laut dem VW-Chefentwickler die Produktionskapazitäten und die Lieferinfrastruktur durch die gesamte Wertschöpfungskette aufgebaut werden. Eine Ausgangssituation, die es in der Form noch nicht gibt. „Wir hatten kürzlich beim Forschungstag in Ehra-Lessien die Rechnung aufgemacht, dass, wenn wir 2025 rund 25 Prozent unseres Absatzvolumens mit Elektromobilität machen wollen – und da sprechen wir nur von den rein elektrischen Fahrzeugen mit 50 bis 70 Kilowattstunden – bedeutet das für uns das größte industrielle Einkaufsvolumen aller Zeiten und, dass man dafür mehrere Fabriken in der Größenordnung der Gigafactory von Tesla braucht, wenn sie denn einmal auf Kammlinie läuft.“

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit, Quelle Bild: VW AG)

Probleme mit Model 3: Tesla schiebt erneut Truck-Enthüllung

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Der angekündigte Truck muss warten: Elektroautohersteller Tesla hat Produktionsprobleme bei seinem neuen Model 3 und verschiebt daher die Enthüllung seines neuen Semi-Trucks. Das teilte Tesla-Chef Elon Musk über den Nachrichtendienst Twitter mit.

Ursprünglich wollte Tesla den Elektro-Lkw letzten Monat schon vorstellen. Dann verlegte Tesla Chef Elon Musk den Termin auf Ende Oktober. Nun soll der Tesla-Truck, statt am 26. Oktober, am 16. November vorgestellt werden. Als Grund dafür nannte Tesla-Chef Elon Musk Engpässe beim Model 3. Unabhängig davon will Musk die von den beiden Hurrikanen Maria und Irma betroffenen Inseln, die momentan noch keinen Strom haben, öffentlichswirksam mit Batteriepacks versorgen.

Was die Produktion des Model 3 betrifft, so berichtet die Webseite des Wall Street Journal (WSJ), dass Tesla mehrere Komponenten des Model 3 noch per Hand fertigt, da das versprochene Fließband Ende September noch nicht fertig gestellt war. Das WSJ zitierte unbenannte Quellen, die mit der Model-3-Produktion vertraut sind. Tesla selbst gab losgelöst davon Bedenken bekannt, wonach der Hersteller seine Ziele für 2017 Ziele gefährdet sieht. Ursprünglich wollte der Elektroautohersteller im September 1.500 Einheiten des Model 3s bauen wollte.

Teslas Konkurrenten

Während Tesla mit Problemen seiner Model 3-Produktion kämpft, hat Chevrolet keine Probleme mit seinem Serien-Elektrofahrzeug Bolt, das die GM-Marke in Orion, Michigan (USA) herstellt. Chevrolet hat in diesem Jahr laut den Analysen von IHS Markit bis September 14.302 Einheiten seines Bolt verkauft. Das Fahrzeug war bis August nur in ausgewählten US-Staaten verfügbar. Und obwohl Chevrolet den Vorteil der etablierten Produktionserfahrung und des Händlernetzes hat, erhielt Tesla durch sein Image mehr als 400.000 Reservierungen für das Model 3. Je mehr Zeit Tesla aber braucht, um seine gewünschte Produktionsleistung für das Model 3 zu erreichen, umso mehr Konkurrenz hat das Unternehmen durch die etablierten Autohersteller, die bereits über Qualität und über die zuverlässigen Produktionsprozesse verfügen.

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit, Quelle Bild: Tesla)

BMW will Tesla mit neuem Elektromodell i Vision angreifen

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BMW sagt dem Elektropionier Tesla mit einem neuen Elektromodell den Kampf an. Vorstandschef Harald Krüger präsentierte auf der IAA das neue Fahrzeug namens “BMW i Vision Dynamics”, der zwischen dem i3 und i8 positioniert werden soll.

Technikvorstand Klaus Fröhlich sagte: «Damit ist die E-Mobilität im Kern unserer Marke angekommen. Wir greifen an.» Das Fahrzeug werde in Serie gehen. Wann, ließ Fröhlich allerdings offen. Der BMW i Vision Dynamics sei zwischen dem Kleinwagen i3 und dem Roadster i8 angesiedelt. «Wir werden auch in der E-Mobilität der führende Premium-Anbieter sein», sagte der BMW-Vorstand.

Tesla hat im vergangenen Jahr rund 80.000 Elektroautos verkauft und strebt mit seinem soeben auf den Markt gekommenen Modell 3 für nächstes Jahr schon einen Absatz von 500.000 Autos an. Krüger sagte, bis 2025 werde BMW zwölf rein elektrisch angetriebene Modelle anbieten. «Für uns als Konzern hat die E-Mobilität die oberste Priorität.» Neben dem i Vision zeigt BMW auf der IAA auch eine Studie des Elektro-Minis, der 2019 auf den Markt kommen soll, den neuen Geländewagen X3 und eine Studie des wuchtigen Luxus-SUV X7.

(Quelle: Automobil-Produktion, Andreas Karius – Quelle Bild: BMW AG)

Auch Jaguar Land Rover ruft Ende des Verbrenners aus

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Auch Jaguar Land Rover ruft das Ende des Verbrenners aus und will ab 2020 alle Neufahrzeuge nur noch Elektroautos oder Hybridmodelle anbieten.

JLR ist nach Volvo der zweite Hersteller, der mit einer solchen Ankündigung in die Offensive geht. In einer Mitteilung verspricht der britische Autobauer: Ab 2020 wird jedes neue Fahrzeug der Marken Jaguar und Land Rover mit Elektroantrieb oder als Hybrid kommen.

Für JLR ist das ein großer Schritt. Obwohl die Briten 2018 als erster traditioneller Premiumhersteller mit dem i-Pace ein rein elektrischer Fahrzeug in Konkurrenz zum Tesla Model S an den Markt bringen, sind die bisherigen Erfahrungen der Briten mit Elektromobilität eher spärlich und beschränkt sich auf ein paar technologische Fingerübungen mit Plug-in-Hybriden bei der Geländewagenmarke Range Rover.

Umso überraschender kommt der Schritt, den i-Pace, der bei Magna in Graz gebaut wird, bereits 2018 in den Verkauf zu bringen. Der Wagen in Tesla S-Format soll es auf eine Reichweite von 500 Kilometer mit einer Batterieladung bringen. Experten trauen dem elektrischen Jaguar einen guten Start zu, gilt er dann doch als einzige Alternative zum Model S.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: Jaguar)

BMW bestätigt elektrischen Viertürer – E-Version des 3er?

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Unmittelbar vor der IAA hat BMW bestätigt, einen rein elektrischen Viertürer vorzustellen. Damit scheint sich zu bestätigen, was im Vorfeld spekuliert wurde: Dass der Autobauer an einer Elektroversion des 3er arbeitet. BMW-Chef Harald Krüger bezeichnete das neue Modell als “die Vision eines rein elektrischen Viertürers, angesiedelt zwischen dem i3 und dem i8.” Details, wann das Auto auf den Markt kommen soll und mit welcher Reichweite, wurden nicht genannt.

Der Münchener Hersteller ist mit seinen Fahrzeugen i3 und i8 einer der Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Allerdings sind die verkauften Stückzahlen noch relativ gering. Den Markt in Bewegung gebracht hat weltweit besonders Tesla. Der US-Autohersteller zielt mit seinem neuen Model 3 auf den Massenmarkt ab, wo BMW mit der 3er-Reihe seit Jahren starke Absätze erzielt.

Entsprechend wurde im Vorfeld der Messe darüber spekuliert, ob BMW anlässlich der IAA einen 3er mit Elektroantrieb vorstellen wird. Krüger hatte Anfang August von einer “Überraschung” zum Branchengipfel in Frankfurt gesprochen.

Reichweiten verdoppeln

Auf der IAA will BMW zudem das Konzeptfahrzeug des rein elektrischen Mini-Serienfahrzeugs vorstellen, der dann 2019 auf den Markt kommen soll. Ein Jahr später will der DAX-Konzern dann den X3 als ersten rein elektrischen BMW einführen. In Zukunft, so BMW-Chef Krüger am Donnerstag anlässlich der IAA Preview in München weiter, werden alle rein elektrischen BMW i zugeordnet, auch der X3.

Aktuell hat das Unternehmen neun elektrifizierte Autos im Angebot. Die Reichweiten der Batteriefahrzeuge sollen mit der 5. Generation der BMW-Elektroantriebe ab 2021 auf bis zu 700 Kilometer und für Plug-in-Hybride auf bis zu 100 Kilometer erhöht werden, erklärte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Der i3 fährt mit der neuen Batterie aktuell bis zu 310 Kilometer, der Plug-in-Hybrid kommt etwa 50 Kilometer weit.

Im Jahr 2025 will BMW 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, davon sollen dann 12 rein elektrisch sein. Dieses Jahr will das Unternehmen wie angekündigt insgesamt 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge ausliefern, was rund 5 Prozent des Gesamtabsatzes entsprechen würde.

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit, Quelle Bild: BMW AG)

Future Mobility bestätigt: erstes Serienmodell kommt 2019

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Konkretisiert hat jetzt das Elektroauto-Startup Future Mobility Corporation (FMC) seine Modellpläne. Demnach will man 2019 als erstes Serienmodell einen SUV in BMW X3-Format bringen. Der Wagen soll im Januar 2018 bei der CES Las Vegas gezeigt werden.

Erst im Jahr 2016 gegründet, nehmen die Modellpläne des von Ex-BMW-Manager Carsten Breitfeld geführten Unternehmens jetzt konkrete Formen an. Wie FMC-Vertriebschef Daniel Kirchert gegenüber China Daily sagte, werde man 2019 mit einem elektrischen SUV an den Verkaufsstart gehen.

Die Reichweite des Fahrzeugs soll bei 500 Kilometer pro Ladung liegen. Was der explizit gegen Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLC positionierte SUV sonst noch zu bieten hat, wird wohl bei der Vorstellung auf der CES in Las Vegas im Januar 2018 zu sehen sein. Gegenüber der chinesischen Zeitung ließ Kirchert durchblicken, dass man dem SUV möglichst bald eine Limousine und ein siebensitziges MPV folgen lassen will.

FMC wurde erst 2016 offiziell aus der Taufe gehoben. Zum Einstand brachte Breitfeld eine ganze Reihe Weggefährten aus dem von ihm geführten BMW i8-Projekt mit an den FMC-Hauptsitz Hongkong, komplettiert wurde das Führungsteam durch Experten von Google, Tesla und Daimler.

Erst vor wenigen Monaten hatte der junge Autobauer angekündigt, rund 1,7 Milliarden US-Dollar in den Bau eines Werks in Nanjing zu investieren. Das Werk ist auf eine Gesamtkapazität von 300.000 Einheiten jährlich ausgelegt, zum Start Anfang 2019 können bis zu 150.000 Fahrzeuge gebaut werden. FMC will seine Autos zwar in China produzieren, versteht sich aber als globale Marke.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk, Quelle Bild: FMC)