Volkswagen-Konzern bringt sieben neue E-Autos nach China

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Das Joint Venture von FAW und Volkswagen plant bis zum Jahre 2020 in China sieben neue Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Bei den geplanten Fahrzeugen soll es sich unter anderem um einen C-BEV und einen rein elektrischen SUV der Marke Audi handeln, der eine Reichweite von 500 Kilometern realisieren soll. Es ist geplant, die Modelle nicht allein zum Kauf anzubieten, sondern auch an Unternehmen und Privatkunden zu vermieten. Nachdem die chinesische Regierung Pläne angekündigt hat, den Verkauf und die Produktion rein fossil angetriebener Fahrzeuge mittelfristig gegebenenfalls zu verbieten, arbeiten die verschiedenen Autohersteller mit Hochdruck daran, elektrifizierte Fahrzeuge auf den chinesischen Massenmarkt zu bringen.

Im vergangenen Jahr erreichte der NEV-Absatz in China 777.000 Einheiten, was einem Anstieg von 53,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Produktion erreichte mit 794.000 Einheiten ein Plus von knapp 54 Prozent. Der Marktanteil der NEVs blieb 2017 jedoch mit 2,7 Prozent des Gesamtmarktes unverändert niedrig. Der Anteil stieg im Vergleich zu 2016 um weniger als ein Prozent. China ist ein bedeutender Markt für den Volkswagen-Konzern und trägt insbesondere bei Audi maßgeblich zum Betriebsergebnis bei. Der Ingolstädter Automobilhersteller meldete im Januar einen Absatz von 60.688 Einheiten in China, was einer Steigerung von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

(Quelle: Automobil-Produktion, Stefan Grundhoff – Quelle Bild: Audi)

Tesla schreibt Rekordverlust

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Einen Tag lang wurde Tech-Milliardär Elon Musk mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX für den Abschuss der Superrakete “Falcon Heavy” gefeiert – nun holt ihn sein Elektroautobauer Tesla wieder auf den Boden zurück.

Hohe Kosten für den neuen Mittelklassewagen Model 3 brockten Tesla den bislang höchsten Quartalsverlust ein, wie Musks Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Immerhin wurden nach dem Stotterstart des Model 3 die Produktionsziele für den Hoffnungsträger bestätigt, mit dem Musk den Massenmarkt erobern will.

Verglichen mit dem Vorjahreswert weitete Tesla den Verlust in den drei Monaten bis Ende Dezember von 121 Millionen auf 675 Millionen Dollar (550 Mio Euro) aus. Soviel Geld hat die 2003 gegründete Firma noch nie in einem Quartal durchgebracht. Analysten hatten jedoch ein noch schlechteres Ergebnis befürchtet. Teslas Umsatz legte um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar – das war ebenfalls mehr, als an der Wall Street erwartet worden war. Am Markt wurden die Zahlen verhalten aufgenommen. Das Papier legte nachbörslich zunächst zu, konnte die Gewinne aber nicht halten.

Positiv aufgenommen wurde aber auf jeden Fall, dass Tesla betonte, beim Model 3 an Musks ehrgeizigem Produktionsziel von 5000 gefertigten Wagen pro Woche bis Ende des zweiten Quartals festzuhalten. Ende des ersten Quartals sollen bereits 2500 Model 3 vom Band laufen. Davon war Tesla zuletzt noch weit entfernt, die ambitionierten Vorgaben mussten auch schon zweimal wegen Problemen mit dem Anlauf der Serienfertigung verschoben worden. Im Schlussquartal wurden laut Tesla nur 1542 Model 3 ausgeliefert. Den Vorbestellungen habe das aber nicht geschadet.

(Quelle: Automobil-Produktion, Vanessa Heder – Quelle Bild: Tesla)

2019 kommt es zum Elektro-Duell Volvo und VW I.D.

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Da ist ein spannender Quervergleich vorprogrammiert: Volvo bringt sein erster rein elektrisches Auto im Jahr 2019 und damit im selben Jahr wie Volkswagen den ID. Die Schweden sprechen von einer Reichweite in Größenordnung von etwa 500 Kilometer.

Beim ersten rein elektrischen Auto mit dem Label der Schwedenmarke handelt es sich um die Serienversion des 2016 gezeigten 40.2 Konzept. Der damals ebenfalls vorgestellte 40.1 ist in Gestalt des XC40 inzwischen Realität geworden und steht vor dem Verkaufsstart in Europa. Wie der XC40 und die gesamte 40er Reihe soll das erste Volvo EV auf der CMA-Plattform entstehen. Diese Architektur haben die Schweden gemeinsam mit der Schwestermarke Geely entwickelt.

Pläne für den ersten elektrischen Volvo und den Launchtermin 2019 hat Entwicklungschef Henrik Green gegenüber der britischen Autocar bestätigt. Dabei kündigte Green eine Reichweite für den Stromer von umgerechnet etwa 500 Kilometer an. Bei der Vorstellung des Concept Cars im Jahr 2016 war die Rede noch von 350 Kilometer Reichweite. Dazu sagte Green gegenüber dem Magazin, dass man angesichts des gegenwärtigen Entwicklungstempos die Anforderungen nahezu monatlich aktualisieren müsse.

Mit der Ankündigung ist jetzt schon klar: 2019 kommt es zum Quervergleich der Kompakt-Stromer von Volvo und VW. Die Wolfsburger haben für den ID ganz ähnliche Leistungsdaten angekündigt wie jetzt die Schweden. Volvo hat angekündigt, ab 2019 für alle Modelle auch elektrisch angetriebene Varianten anzubieten. Als zweiter reiner Stromer der Marke wird bereits der XC40 genannt. Das dauert aber noch: vom kompakten Schweden-SUV kommt jetzt erst einmal im Herbst die Plug-in-Hybrid-Version.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: Volvo)

Produktionsprobleme bei Tesla reißen nicht ab

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Der Elektroautobauer Tesla kämpft beim Anlauf der Serienfertigung seines ersten Mittelklassewagens Model 3 nach Berichten von US-Medien zuletzt noch immer mit Problemen.

Die Batterieproduktion in Teslas Fabrik in Nevada laufe schlechter als das Unternehmen bislang eingeräumt habe, berichtete der US-Sender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf mehrere aktuelle und frühere Mitarbeiter.

Angeblich mussten Mitte Dezember noch immer Batterien, mit denen das E-Auto betrieben wird, per Hand gefertigt werden. Zudem klagten die zitierten Angestellten über unerfahrene Kollegen in der Qualitätskontrolle. Zwei Quellen sollen sogar behauptet haben, dass defekte Batterien das Werk verließen. Tesla wies dies energisch zurück, räumte gegenüber dem Sender aber einige Schwierigkeiten ein.

Firmenchef Elon Musk hatte mit Blick auf den holprigen Start der Massenfertigung des Model 3 bereits im Oktober von einer “Produktionshölle” gesprochen, zuletzt aber von Fortschritten berichtet. Das Model 3 ist enorm wichtig für ihn: Das 35 000 Dollar teure E-Auto, für das es über 400 000 Vorbestellungen gibt, soll den Weg in den Massenmarkt ebnen und Tesla eines Tages profitabel machen.

Bob Lutz, ein Urgestein der Automobilindustrie, sieht schwarz. Er, und nicht nur er, sagt Tesla-Pleite voraus. Auf einem Autoforum rief der 85-jährige Lutz Sammler auf, sich schnell noch ein Tesla Model S zu kaufen, “solange es noch zu haben ist”, berichtet ein Branchenblatt.

(Quelle: Automobil-Produktion, Vanessa Heder, Quelle Bild: Tesla)

E-Auto: Warum ab 2020 der Absatz exponentiell ansteigen wird

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Die E-Mobility werde in den nächsten zwei Jahren nur moderat wachsen. Ab 2020 sei aber mit einem exponentiellen Anstieg des E-Autoabsatzes zu rechnen, so Autoexperte Stefan Bratzel. Er prognostiziert einen massiven Umbruch in der Antriebstechnik.

Das Center of Automotive Management (CAM) kalkuliert bis zum Jahr 2020 weltweit mit nur moderat steigenden Neuzulassungen von E-Autos. Die optimistische Prognose geht von einem Wachstum von 6 Prozent, die konservative Schätzung von nur 2,5 Prozent aus.

„Die derzeit vergleichsweise geringen Marktanteile sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein massiver Umbruch der Antriebstechnologien in den nächsten zehn bis 15 Jahren bevorsteht“, erklärt Bratzel. Die Verkäufe von Stromern werden laut CAM-Leiter Bratzel sprunghaft ansteigen. „Befeuert von einer breiten Produktoffensive der globalen Hersteller und wegen einer verbesserten Ladeinfrastruktur ist von einem massiven Wachstum des E-Mobilitätsmarktes auszugehen“, sagt der Experte. Im Jahr 2025 rechnet er in einem optimistischen Szenario mit weltweit 25 Millionen jährlich neu zu gelassenen E-Autos. „Diese könnten danach bis zum Jahr 2030 auf rund 40 Millionen elektrisch angetriebener Pkw steigen“, erklärt Bratzel. Gleichwohl wären dann noch mindestens 60 Prozent der Neuwagen mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet.

Bratzel rechnet mit sinkenden Batteriekosten

Der Autoexperte führt mehrere Gründe für seine optimistische Prognose an. Zuvorderst nennt Bratzel die Politik, die mit ihren Regularien die Elektromobilität vorantreibt. Ein Beispiel dafür ist schon heute das Vorgehen der chinesischen Regierung.

„China setzt seine Rolle als globaler Taktgeber der E-Mobilität unbeirrt und mit zunehmender Dynamik fort“, so Bratzel. Maßgebend für diese Strategien sei dabei weniger die Luftreinhaltung. „Vielmehr spielen industriepolitische Motive eine Hauptrolle wie die Unabhängigkeit von Ölimporten und die Herausbildung von global tätigen Automobilherstellern und Zulieferern mit Elektrokompetenz aus China“, kommentiert der Experte.

Auch in Deutschland beziehungsweise der EU seien die Regularien der Politik Wachstumstreiber. Bratzel: „Für Deutschland und die EU ist ab 2020 mit einem exponentiellen Anstieg des E-Autoabsatzes zu rechnen, da die OEMs die CO2-Ziele erreichen müssen und Strafzahlungen verhindern dürften.“

(Quelle: Produktion – Gabriel Pankow, Quelle Bild: CAM, Stefan Bratzel)

Ford investiert 11 Mrd Dollar bis 2020 in Elektrofahrzeuge

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Die Ford Motor Co will mehr Geld in die Entwicklung neuer Elektroautos stecken als bisher geplant. Bis 2022 sollen 11 Milliarden Dollar für Elektroautos aufgewendet werden, sagte Ford-Manager Jim Farley auf der Automesse in Detroit.

Bislang hatte Ford hier 4,5 Milliarden Dollar bis 2020 investieren wollen und hatte diese Summe im Oktober bereits um 500 Millionen erhöht.

Mit der aufgestockten Investition will Ford das Rennen bei Elektroautos machen, nachdem alle Autobauer im vergangenen Jahr weltweit so gut wie ausschließlich Verbrenner verkauft haben.

Ford verdient das meiste Geld mit seinen großen Pickups und SUVs. Das soll auch so bleiben, denn der US-Autobauer will nun 7 Milliarden Dollar umschichten, um noch mehr dieser Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Elektrofahrzeuge sollen aber attraktiver werden. So ist bis 2020 ein elektrifizierter Sportwagen geplant.

(Quelle: Automobil-Produktion, Andreas Karius – Quelle Bild: Ford)

2030 soll jeder zweite Toyota ein Stromer sein

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Der japanische Autohersteller Toyota will die Hälfte seines Autoabsatzes im Jahr 2030 mit elektrifizierten Fahrzeugen bestreiten, dazu zählen auch Autos mit Hybridantrieben.

Das kündigte Präsident Akio Toyoda am Mittwoch auf einer Pressekonferenz an, auf der es um eine verstärkte Zusammenarbeit mit Panasonic in der Batterietechnologie ging.

Toyoda sagte, er wolle im Konzern die volle Palette elektrischer Fahrzeugtechnologien etablieren – komplett strombetriebene Autos, Plug-in-Hybride, traditionelle Hybride und Autos mit Brennstoffzellen.

Bis 2030 peile Toyota einen Absatz von rund 5,5 Millionen Fahrzeugen jährlich in allen genannten Antriebsarten an. 4,5 Millionen Autos davon sollen Hybride und Plug-in-Hybride sein, die restliche Millionen reine Elektroautos oder Brennstoffzellen-getriebene Autos.

Toyota ist in den späten 1990er Jahren als Pionier in der Hybridtechnologie gestartet, bei der Einführung von reinen Elektroautos aber langsamer als der Wettbewerb.

(Quelle: Produktion, Stefan Weinzierl, Quelle Bild: Toyota)

GM entwickelt Plattform für E-Autos mit 500 km Reichweite

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General Motors entwickelt an einer neuen Produktionsplattform für Elektroautos mit einer Reichweite von 500 Kilometern und mehr. GM-Topmanager Reuss kündigte zudem an, die Batteriekosten auf unter 100 US-Dollar je Kilowattstunde zu drücken.

Die neuen Details zur künftigen Elektroauto-Strategie nannte General Motors bei einer Investorenkonferenz in den USA. Bei dieser gab GM-Chefin Mary Barra einen Überblick über die Gesamtstrategie, GM-President Dan Ammann erläuterte das weitere Vorgehen zum autonomen Fahren, während Mark Reuss tiefere Einblicke in die Elektroauto-Zukunft des US-Herstellers gab.

Bereits im Oktober hatte GM 20 neue, elektrisch angetriebene Modelle bis zum Jahr 2023 angekündigt. Damals war der Hersteller aber nähere Details schuldig geblieben. Zumindest von der technologischen Seite lüftete Reuss nun bei der Investorenkonferenz einen Teil der Geheimnisse. So bestätigte der unter anderem für die weltweite Produktentwicklung zuständige Manager, dass GM an einer neuen Architektur für Elektroautos mit einer Reichweite von 500 Kilometer und mehr entwickle und bei dieser Arbeit schon weit voran gekommen sei. Die Plattform sei modular aufgebaut. Abgedeckt werden könnten so alle Fahrzeugklassen, vom SUV-Luxusdampfer bis zum Kompaktmodell; die neue Architektur ermögliche eine hochflexible Produktion sowohl was Stückzahlen, Elektrifizierung wie auch die Bedienung regionaler Unterschiede anbelangt. Reuss bestätigte bei der Präsentation, dass alle autonomen Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden.

Markante Fortschritte bei Batterieentwicklung

Großen Fortschritt reklamiert der Hersteller bei der Batterieentwicklung für sich. Wie Reuss betonte, sei man „gut unterwegs“, um die Batteriekosten auf unter 100 US-Dollar pro kWh zu drücken. Diese Marke gilt als entscheidend für die wirtschaftliche Fertigung rein elektrischer Autos. Gleichzeitig seien die Batterien deutlich leichter und leistungsfähiger. Das bringe GM in die Lage, Elektroautos in hoher Stückzahl profitabel zu produzieren.

Konkrete Angaben, ab wann Elektroautos auf der neuen Architektur gebaut werden machte Reuss nicht. Er kündigte aber zwei neue, rein elektrische Crossover-Modelle innerhalb der nächsten 18 Monate an. Diese nutzen dann aber noch die Architektur des aktuellen Chevrolet Bolt.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: Mark Reuss – GM)

VW: Werden mit unseren E-Autos profitabler als Konkurrenten

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Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw will in der künftigen Elektroautowelt dank Größenvorteilen renditestärker sein als die Konkurrenz.

“Über hohe Skaleneffekte und eine kostenoptimierte Plattform werden wir unsere Elektroautos deutlich profitabler machen als der Wettbewerb”, sagte Markenchef Herbert Diess am Donnerstag (30. November) in Wolfsburg. Zum Umstieg auf die Elektromobilität sollen auch die vergleichweise teuren Stadtgeländewagen vom Typ SUV beitragen. “Zugespitzt könnte man sagen: Mit den SUVs verdienen wir das Geld, das wir für die Wende hin zur Elektromobilität benötigen”, sagte Diess.

VW will bei Elektroautos weltweit Marktführer werden. Gegenüber Wettbewerbern im Elektroautosegment hatte Diess bereits früher auf die Erfahrung und Kostenvorteile einer Produktion in großen Stückzahlen verwiesen. “Da werden wir ihn stoppen, an der Linie von 30.000 Euro”, hatte Diess über den E-Auto-Pionier Tesla im Sommer der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Tesla versucht mit seinem Modell 3 derzeit in den Massenmarkt vorstoßen. Beim Hochlauf der Massenproduktion gab es aber bei den Kaliforniern zuletzt große Probleme.

Um die Emissionsziele der EU beim Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) 2020 und darüber hinaus erreichen zu können, seien Elektroantriebe unverzichtbar, sagte Diess. Schon die Ziele für 2020 seien schwer zu erreichen. Die EU-Kommission fordert für das Jahr 2020 für die Abgase der neu verkauften Autos einen Höchstwert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer. “Eine fünfsitzige Limousine mit Benzinmotor können wir im Idealfall auf rund 95 Gramm bringen, einen kompakten SUV auf 120 bis 140 Gramm”, sagte Diess. “Selbst bei einem Polo ist bei zirka 85 Gramm Schluss.” 2016 lag VW mit einem durchschnittlichen Flottenwert von 116 Gramm noch deutlich über den Grenzwerten.

(Quelle: Automobil-Produktion, Andreas Karius, – Quelle Bild: Volkswagen AG)

Die 10 größten Batteriehersteller für E-Mobility!

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E-Mobilität boomt. Das bringt den Batteriebauern zunehmend Umsatz. Das Statistik-Portal Statista hat die zehn größten Batteriehersteller für Elektroautos weltweit aufgelistet. Das Ranking basiert auf dem Absatz im Jahr 2015 (in MWh).

Platz 10: Wanxiang hat im Jahr 2015 Batterien mit einer Leistung von 268 Megawattstunden verkauft. Das Unternehmen gehört zur chinesischen Wanxiang Group.

Platz 9: Unter der Führung von Lloyd L. Tran entwickelt das Forschungsteam von Air Lithium wiederaufladbare Lithium-Luft-Batteriesysteme. Im Jahr 2015 hat das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien, USA, Batterien mit einer Leistung von 283 Megawattstunden abgesetzt.

Platz 8: Die chinesische Firma ‚Beijing Pride Power System Technology Limited‘ gehört seit Juli 2016 zu 100 Prozent zum chinesischen Konzern Guangdong Dongfang. Batterien mit einer Leistung von 397 Megawattstunden hat Beijing Pride Power 2015 produziert.

Platz 7: EEMB Energy Power ist ein Unternehmen aus China und international vertreten wie zum Beispiel als Aussteller auf der Fachmesse Intersolar in den USA (siehe Foto). Die Leistung der im Jahr 2015 von EEMB Energy Power verkauften Batterien beträgt 489 Megawattstunden.

Platz 6: Aus Südkorea stammt das Unternehmen Samsung SDI. Der Batteriehersteller baut derzeit ein Produktionswerk in Ungarn, das im 2. Quartal 2018 eröffnet werden soll. Im Jahr 2015 hat Samsung SDI Batterien mit einer Leistung von 504 Megawattstunden verkauft.

Platz 5: Die Robert Bosch GmbH und die japanischen Unternehmen GS Yuasa und die Mitsubishi Corporation haben 2013 ein Joint Venture gegründet. Die neue Gesellschaft ‘Lithium Energy and Power GmbH & Co. KG‘ hat ihren Hauptsitz in Stuttgart. Ziel ist es, die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterietechnologie zu entwickeln. Bosch hält 50 Prozent der Anteile an dem Joint Venture, Mitsubishi und GS Yuasa besitzen jeweils 25 Prozent. GS Yuasa hat bereits Lithium-Ionen-Batterien für die Raumfahrt entwickelt, die zum Beispiel auf der ISS genutzt werden. 2015 hat das Joint Venture Batterien mit einer Leistung von 600 Megawattstunden abgesetzt.

Platz 4: Die Automotive Energy Supply Corporation aus Japan entwickelt beispielsweise Batterien für Elektroautos von Nissan und Renault. USP des Batterieherstellers sind laut eigenen Angaben besonders leistungsstarke Akkus zu geringen Kosten. Batterien mit einer Leistung von insgesamt 1.272 Megawattstunden haben im Jahr 2015 die Produktionsstätten des Unternehmens verlassen.

Platz 3: Das Unternehmen LG Chem baut derzeit eine Batteriefabrik in Polen, um am europäischen Markt besser Fuß zu fassen. Die Leistung der im Jahr 2015 von LG Chem verkauften Batterien beträgt 1.432 Megawattstunden.

Platz 2: Das chinesische Unternehmen BYD mit Sitz in Shenzhen ist nicht nur als Batteriehersteller bekannt, sondern auch als Zulieferer für Elektrobusse. So nahm die Firma beispielsweise als Aussteller auf der Fachmesse ‚Busworld Europe‘ in Brüssel teil. Der Unternehmensname steht für‚ build your dreams, zu Deutsch ‚lebe Deinen Traum‘. Im Jahr 2015 hat BYD Batterien mit einer Leistung von 1.652 Megawattstunden verkauft.

Platz 1: Mit Abstand die meisten Batterien verkauft hat im Jahr 2015 Panasonic. So verließen Batterien mit einer Leistung von 4.552 Megawattstunden die Produktionshallen des japanischen Unternehmens. Panasonic liefert seine Batterien zum Beispiel an Tesla. Die Energiedichte der sogenannten Rundzellen von Panasonic liegt etwa 50 Prozent über den Batterien, die sonst bisher in der Automobilindustrie eingesetzt werden.

(Quelle: Produktion, Simon Nördinger, Quelle Bild: ESL -Uli Biermann)