Daimler-Chef Zetsche: Geely-Einstieg bietet viele neue Chancen

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Nach dem Einstieg des chinesischen Geely-Konzerns bei Daimler prüfen die Stuttgarter, ob sie mit den Chinesen enger zusammenarbeiten können. Das kündigte Konzernchef Dieter Zetsche bei der heute (5. April) in Berlin laufenden Hauptversammlung an.

Speziell über das Autogeschäft in China könne man “künftig auch mit unserem größten Aktionär diskutieren. Ob es darüber hinaus Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gibt, werden wir ausloten”, sagte Zetsche in seiner Rede auf der Hauptversammlung in Berlin.

Die Gespräche mit Li Shufu, Gründer und Chef der Zhejiang Geely Holding seien bislang sehr positiv verlaufen. “Er unterstützt unsere erfolgreiche Strategie”, berichtete der Daimler-CEO. Die Beteiligung von knapp 10 Prozent, die Li an Daimler hält, biete “viele neue Chancen”, so Zetsche weiter. Der Einstieg des Milliardärs bei dem deutschen Vorzeigekonzern unter Umgehung der Meldeschwellen hatte hierzulande im Februar für Wirbel gesorgt.

China ist für die Schwaben der wichtigste Markt. Sie kooperieren dort seit Jahren mit den namhaften Autoherstellern BAIC und BYD. Wegen des anschwellenden Handelskonfliktes zwischen China und den USA, in den auch Deutschland hineingezogen zu werden droht, wird die Beteiligung chinesischer Unternehmen hierzulande kritischer diskutiert. Das selbstbewusste Ziel Pekings, bis 2025 Industrieführer in wichtigen Branchen zu sein, verstärkt die Sorge vor dem Abfluss von Know-how.

Dennoch bekannte sich Zetsche klar und deutlich zum Freihandel. “Gleichzeitig treten wir aus Überzeugung für freien Handel ein”, betonte er. Mehr als 100.000 Mitarbeiter arbeiten für Daimler außerhalb des Heimatmarktes. Neben der China-Furcht sind die deutschen Autokonzerne immer wieder Opfer der Attacken von US-Präsident Donald Trump, der mit höheren Zöllen auf den Import von Autos droht.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: Daimler AG)

Tesla-Aktie fährt rapide auf eine Klippe zu- Bewertungswahnsinn nimmt zu

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Bei den Investoren von Tesla sorgt Elon Musk seit Jahren für Euphorie. Dabei hat er etliche Male seine hochtrabenden Ziele verschoben. Allerdings steigt das Risiko, dass die Begeisterung abrupt enden könnte.

Der Hype um Tesla beginnt zu bröckeln. Das zeigt der zehnmonatige Seitwärtstrend der Aktie unmissverständlich. “Obwohl die Aktie zuletzt auf der Stelle tritt, ist die Schwankungsbreite bei Tesla vergleichsweise hoch”, erklärt Stefano Angioni, Derivate-Experte bei der Société Générale. Das spiegele die große Nervosität der Anleger wider. Der Grund für diese Unsicherheit: Die immer wieder nicht gehaltenen Versprechen von Tesla-Chef Elon Musk. Das Vertrauen ist allmählich verspielt. Auch wenn Musk mit immer neuen Ankündigungen die Aktionäre bei Laune halten konnte. Die jüngsten Nachrichten haben Sprengkraft und könnten dazu führen, dass die Stimmung der Anleger kippt.

Astronomische Bewertung

Trotz der Kursschwäche liegt der Börsenwert von Tesla immer noch bei horrenden 55,2 Milliarden Dollar. Damit bringt der Konzern mehr Gewicht auf die Waage als der größte US-Autohersteller General Motors (52,8 Milliarden). Dabei verbrennt der Elektroautohersteller, dessen Nettoschulden bei heftigen 8,9 Mrd. Dollar liegen, kräftig Geld und könnte in den nächsten Quartalen so manche Kapitalspritze für das Hochfahren der Produktion benötigen. Die Anzahlungen der Kunden von 854 Millionen Dollar verbrennt der Konzern leicht in einem einzigen Quartal.

Die Zweifel an der geplanten Wachstumsexplosion bei Tesla nehmen allmählich zu. Investoren warten daher gespannt auf Anfang April. Dann wird der Konzern ein paar vorläufige Daten zum ersten Quartal vorlegen dürfen. Sollten die Zahlen zeigen, dass die Herstellung nicht an Fahrt aufgenommen hat, um die Produktionsziele des Model 3 zu erreichen, könnte die Aktie schneller von der Bewertungsklippe fallen, als vielen Anlegern lieb ist.

(Quelle: n-tv.de, Von Egmond Haidt und Daniel Saurenz – Quelle Bild: Tesla)

Elektro-Ladestationen: Schluss mit Ladefrust

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Mit dem Wandel zur Elektromobilität steigt auch der Bedarf an Elektrozapfsäulen. Deswegen wollen die Autobauer ein dichtes Netz aus Ladestationen knüpfen. Mit dem Vorhaben sind sie nicht alleine, der Kampf um die besten Standorte hat bereits begonnen.

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. In den nächsten Jahren lassen alle großen Automobilhersteller ihren Worten Taten folgen und bringen reine Elektromobile mit Norm-Reichweiten von mehr als 400 Kilometern auf den Markt. Auf dem Papier liest sich das alles hervorragend, doch die realen Distanzen, die mit diesen Fahrzeugen zurückgelegt werden können, sind deutlich geringer. Also muss man bei einer längeren Reise die Batterien einmal mindestens nachladen.

Dafür versprechen die Hersteller, dass mit Hilfe von Schnellladestationen innerhalb kurzer Zeit die Akkus wieder im Saft stehen. Doch das hilft alles nichts, wenn die Ladestationen alle besetzt sind und der sympathische Stromer-Fan seine Essens-Ladepause noch um eine Zigarettenlänge ergänzt. Dann erreicht die Standzeit schnell Dimensionen, die jenseits einer Stunde liegen. Das zeigt nur eines: Mit der wachsenden Anzahl von reinrassigen Elektromobilen wird die Anzahl der verfügbaren und frei zugänglichen Ladestationen immer wichtiger, sonst erleidet die Elektromobilität einen Kurzschluss.

Kampf um die Standorte

Durch diese Schnelllader soll eine Batterie innerhalb von 15 Minuten etwa zu 80 Prozent gefüllt sein und so eines der größten Hindernisse der Elektromobilität ausräumen. Dennoch dürfte das nicht reichen, sobald sich immer mehr Autofahrer für ein Elektromobil entscheiden. Schätzungen zufolge, müssten alleine in Deutschland mehrere tausend solcher Auflade-Möglichkeiten installiert sein, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Damit sich der Betrieb der E-Zapfsäulen für die Betreiber auch rechnet, hat das Ringen um die besten und damit lohnensten Standorte entlang der Autobahnen bereits begonnen. Zumal Kunden voraussichtlich für das schnelle Laden mit Leistungen von mindestens 150 Kilowatt bis zu 350 Kilowatt und der damit verkürzten Standzeit auch höhere Preise bezahlen werden. Ähnlich den Benzinkosten bei den Tankstellen entlang der Autobahnen heutzutage. Vermutlich wird es auch in Zukunft, die Möglichkeit des Ausweichens auf sogenannte “Autohöfe” geben, die etwas abseits der Schnellstraßen liegen.

(Quelle: Automobil-Produktion, Wolfgang Gomoll – Quelle Bild: Sortimo, press-inform)

BMW steigert Investition in E-Mobilität auf 7 Mrd. Euro

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BMW erhöht bei der Entwicklung der Elektromobilität und andere Zukunftsthemen die Schlagzahl weiter und steigert die Investitionen im laufenden Jahr auf rund sieben Milliarden Euro. Das sagte Konzernchef Harald Krüger bei der Bilanz-PK am Mittwoch (21. März) in München.

Schon im vergangenen Jahr hatte BMW mit Investitionen in Höhe von 6,1 Milliarden Euro seine Ambitionen im Bereich der Elektromobilität unterstrichen. Nun sattelt man noch einmal einen hohen dreistelligen Betrag drauf, womit man 2018 bei rund sieben Milliarden Euro liege, so BMW-Chef Harald Krüger bei der Bilanz-PK am Mittwoch (21. März) in München.

Die Summe fließe in die laufende Modellentwicklung sowie in die Weiterentwicklung der E-Mobilität und das autonome Fahren. Dies zeige, mit welcher Konsequenz der Autobauer die Transformation entlang der Zukunftsfelder autonomes Fahren, Konnektivität, Elektromobilität und digitale Services vorantreibe. Als nächstes rein elektrische Modell kommt 2019 der E-Mini, danach der iNext, die E-Version des X3 und dann der auf der IAA gezeigte i4. Insgesamt hat BMW bis 2025 25 elektrische und elektrifizierte Modelle in der Pipeline.

Wie ein Sprecher – allerdings ohne Nennung konkreter Zahlen – sagte, ziehe der Absatz bei den Plug-in-Hybriden deutlich an. So stiegen auch in Deutschland zunehmend BMW-Kunden vom Diesel auf Teilzeit-Stromer um.

Verbunden mit der Erhöhung der Investitionen, haben die Münchner auch ihre Absatzziele für die E-Modelle deutlich angehoben. Verkaufte man 2017 etwas mehr als 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge, will man den Absatz 2018 auf “mindestens” 140.000 Einheiten steigern.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk, Quelle Bild: ESL GmbH)

Daimler baut in Thailand weiteres Batteriewerk für Elektroautos

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Der Autobauer Daimler will die Batterien für seine Elektro- und Hybridfahrzeuge von 2019 an auch in Thailand produzieren. In der Hauptstadt Bangkok soll dafür in Kooperation mit dem einheimischen Partner TAAP ein weiteres Batteriewerk entstehen.

Das Werk soll das sechste im weltweiten Batterie-Produktionsverbund der Stuttgarter werden. Schon in Betrieb ist bisher nur das im sächsischen Kamenz. Ein zweites in Kamenz sowie Werke in Peking, im US-amerikanischen Tuscaloosa und am Stammsitz in Stuttgart-Untertürkheim sind geplant oder im Bau.

Insgesamt investiert Daimler den Angaben zufolge gut 100 Millionen Euro in den Standort Bangkok, von denen ein Teil aber auch in die Erweiterung des bestehenden Automobilwerks fließen soll. Vergangenes Jahr wurden dort mehr als 12.000 Mercedes-Benz produziert. Zu den gut 1000 Mitarbeitern sollen 300 hinzukommen.

Das erste vollelektrische Auto der Marke EQ will Daimler von 2019 an produzieren, neun weitere Modelle sollen folgen. Zudem soll es bis 2022 in jedem Mercedes-Segment eine elektrifizierte Variante geben.

(Quelle: Automobil-Produktion, Andreas Karius – Quelle Bild: Daimler AG)

BMW startet Serienproduktion des i8 Roadster

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Das BMW-Werk Leipzig startet die Serienproduktion des BMW i8 Roadster. Er geht parallel zur weiterentwickelten Ausführung des BMW i8 Coupé an den Start.

Das Leichtbaukonzept der i-Modelle wurde laut BMW präzise auf die spezifischen Anforderungen des Roadsters übertragen. Er verfügt über neu konzipierte, rahmenlose Flügeltüren aus CFK mit einer Außenhaut aus Aluminium.

Der mittig im Unterboden angeordnete Hochvoltspeicher weist eine von 20 auf 34 Ah erweiterte Batteriezellkapazität und einen von 7,1 auf 11,6 kWh erhöhten Brutto-Energiegehalt auf (Netto-Energiegehalt: 9,4 kWh) . Die elektrische Reichweite im Testzyklus NEFZ liegt beim neuen BMW i8 Coupé bei 55 Kilometer, der neue BMW i8 Roadster kommt laut dem Hersteller auf 53 Kilometer.

Seit seiner Markteinführung im Jahr 2014 ist der BMW i8 der weltweit meistverkaufte Plug-in-Hybrid-Sportwagen, so BMW. In der BMW-i-Produktion in Leipzig werden seit 2013 zudem der BMW i3 und seit 2017 die Sportversion BMW i3s gefertigt. Insgesamt laufen so täglich 130 BMW i Modelle in Leipzig vom Band. Die Markteinführung von BMW i8 Coupé und BMW i8 Roadster startet im Mai 2018.

(Quelle: Automobil-Produktion, Andreas Karius – Quelle Bild: BMW AG)

Volkswagen-Konzern bringt sieben neue E-Autos nach China

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Das Joint Venture von FAW und Volkswagen plant bis zum Jahre 2020 in China sieben neue Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Bei den geplanten Fahrzeugen soll es sich unter anderem um einen C-BEV und einen rein elektrischen SUV der Marke Audi handeln, der eine Reichweite von 500 Kilometern realisieren soll. Es ist geplant, die Modelle nicht allein zum Kauf anzubieten, sondern auch an Unternehmen und Privatkunden zu vermieten. Nachdem die chinesische Regierung Pläne angekündigt hat, den Verkauf und die Produktion rein fossil angetriebener Fahrzeuge mittelfristig gegebenenfalls zu verbieten, arbeiten die verschiedenen Autohersteller mit Hochdruck daran, elektrifizierte Fahrzeuge auf den chinesischen Massenmarkt zu bringen.

Im vergangenen Jahr erreichte der NEV-Absatz in China 777.000 Einheiten, was einem Anstieg von 53,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Produktion erreichte mit 794.000 Einheiten ein Plus von knapp 54 Prozent. Der Marktanteil der NEVs blieb 2017 jedoch mit 2,7 Prozent des Gesamtmarktes unverändert niedrig. Der Anteil stieg im Vergleich zu 2016 um weniger als ein Prozent. China ist ein bedeutender Markt für den Volkswagen-Konzern und trägt insbesondere bei Audi maßgeblich zum Betriebsergebnis bei. Der Ingolstädter Automobilhersteller meldete im Januar einen Absatz von 60.688 Einheiten in China, was einer Steigerung von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

(Quelle: Automobil-Produktion, Stefan Grundhoff – Quelle Bild: Audi)

Tesla schreibt Rekordverlust

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Einen Tag lang wurde Tech-Milliardär Elon Musk mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX für den Abschuss der Superrakete “Falcon Heavy” gefeiert – nun holt ihn sein Elektroautobauer Tesla wieder auf den Boden zurück.

Hohe Kosten für den neuen Mittelklassewagen Model 3 brockten Tesla den bislang höchsten Quartalsverlust ein, wie Musks Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Immerhin wurden nach dem Stotterstart des Model 3 die Produktionsziele für den Hoffnungsträger bestätigt, mit dem Musk den Massenmarkt erobern will.

Verglichen mit dem Vorjahreswert weitete Tesla den Verlust in den drei Monaten bis Ende Dezember von 121 Millionen auf 675 Millionen Dollar (550 Mio Euro) aus. Soviel Geld hat die 2003 gegründete Firma noch nie in einem Quartal durchgebracht. Analysten hatten jedoch ein noch schlechteres Ergebnis befürchtet. Teslas Umsatz legte um 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar – das war ebenfalls mehr, als an der Wall Street erwartet worden war. Am Markt wurden die Zahlen verhalten aufgenommen. Das Papier legte nachbörslich zunächst zu, konnte die Gewinne aber nicht halten.

Positiv aufgenommen wurde aber auf jeden Fall, dass Tesla betonte, beim Model 3 an Musks ehrgeizigem Produktionsziel von 5000 gefertigten Wagen pro Woche bis Ende des zweiten Quartals festzuhalten. Ende des ersten Quartals sollen bereits 2500 Model 3 vom Band laufen. Davon war Tesla zuletzt noch weit entfernt, die ambitionierten Vorgaben mussten auch schon zweimal wegen Problemen mit dem Anlauf der Serienfertigung verschoben worden. Im Schlussquartal wurden laut Tesla nur 1542 Model 3 ausgeliefert. Den Vorbestellungen habe das aber nicht geschadet.

(Quelle: Automobil-Produktion, Vanessa Heder – Quelle Bild: Tesla)

2019 kommt es zum Elektro-Duell Volvo und VW I.D.

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Da ist ein spannender Quervergleich vorprogrammiert: Volvo bringt sein erster rein elektrisches Auto im Jahr 2019 und damit im selben Jahr wie Volkswagen den ID. Die Schweden sprechen von einer Reichweite in Größenordnung von etwa 500 Kilometer.

Beim ersten rein elektrischen Auto mit dem Label der Schwedenmarke handelt es sich um die Serienversion des 2016 gezeigten 40.2 Konzept. Der damals ebenfalls vorgestellte 40.1 ist in Gestalt des XC40 inzwischen Realität geworden und steht vor dem Verkaufsstart in Europa. Wie der XC40 und die gesamte 40er Reihe soll das erste Volvo EV auf der CMA-Plattform entstehen. Diese Architektur haben die Schweden gemeinsam mit der Schwestermarke Geely entwickelt.

Pläne für den ersten elektrischen Volvo und den Launchtermin 2019 hat Entwicklungschef Henrik Green gegenüber der britischen Autocar bestätigt. Dabei kündigte Green eine Reichweite für den Stromer von umgerechnet etwa 500 Kilometer an. Bei der Vorstellung des Concept Cars im Jahr 2016 war die Rede noch von 350 Kilometer Reichweite. Dazu sagte Green gegenüber dem Magazin, dass man angesichts des gegenwärtigen Entwicklungstempos die Anforderungen nahezu monatlich aktualisieren müsse.

Mit der Ankündigung ist jetzt schon klar: 2019 kommt es zum Quervergleich der Kompakt-Stromer von Volvo und VW. Die Wolfsburger haben für den ID ganz ähnliche Leistungsdaten angekündigt wie jetzt die Schweden. Volvo hat angekündigt, ab 2019 für alle Modelle auch elektrisch angetriebene Varianten anzubieten. Als zweiter reiner Stromer der Marke wird bereits der XC40 genannt. Das dauert aber noch: vom kompakten Schweden-SUV kommt jetzt erst einmal im Herbst die Plug-in-Hybrid-Version.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: Volvo)

Produktionsprobleme bei Tesla reißen nicht ab

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Der Elektroautobauer Tesla kämpft beim Anlauf der Serienfertigung seines ersten Mittelklassewagens Model 3 nach Berichten von US-Medien zuletzt noch immer mit Problemen.

Die Batterieproduktion in Teslas Fabrik in Nevada laufe schlechter als das Unternehmen bislang eingeräumt habe, berichtete der US-Sender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf mehrere aktuelle und frühere Mitarbeiter.

Angeblich mussten Mitte Dezember noch immer Batterien, mit denen das E-Auto betrieben wird, per Hand gefertigt werden. Zudem klagten die zitierten Angestellten über unerfahrene Kollegen in der Qualitätskontrolle. Zwei Quellen sollen sogar behauptet haben, dass defekte Batterien das Werk verließen. Tesla wies dies energisch zurück, räumte gegenüber dem Sender aber einige Schwierigkeiten ein.

Firmenchef Elon Musk hatte mit Blick auf den holprigen Start der Massenfertigung des Model 3 bereits im Oktober von einer “Produktionshölle” gesprochen, zuletzt aber von Fortschritten berichtet. Das Model 3 ist enorm wichtig für ihn: Das 35 000 Dollar teure E-Auto, für das es über 400 000 Vorbestellungen gibt, soll den Weg in den Massenmarkt ebnen und Tesla eines Tages profitabel machen.

Bob Lutz, ein Urgestein der Automobilindustrie, sieht schwarz. Er, und nicht nur er, sagt Tesla-Pleite voraus. Auf einem Autoforum rief der 85-jährige Lutz Sammler auf, sich schnell noch ein Tesla Model S zu kaufen, “solange es noch zu haben ist”, berichtet ein Branchenblatt.

(Quelle: Automobil-Produktion, Vanessa Heder, Quelle Bild: Tesla)