BMW will Tesla mit neuem Elektromodell i Vision angreifen

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BMW sagt dem Elektropionier Tesla mit einem neuen Elektromodell den Kampf an. Vorstandschef Harald Krüger präsentierte auf der IAA das neue Fahrzeug namens “BMW i Vision Dynamics”, der zwischen dem i3 und i8 positioniert werden soll.

Technikvorstand Klaus Fröhlich sagte: «Damit ist die E-Mobilität im Kern unserer Marke angekommen. Wir greifen an.» Das Fahrzeug werde in Serie gehen. Wann, ließ Fröhlich allerdings offen. Der BMW i Vision Dynamics sei zwischen dem Kleinwagen i3 und dem Roadster i8 angesiedelt. «Wir werden auch in der E-Mobilität der führende Premium-Anbieter sein», sagte der BMW-Vorstand.

Tesla hat im vergangenen Jahr rund 80.000 Elektroautos verkauft und strebt mit seinem soeben auf den Markt gekommenen Modell 3 für nächstes Jahr schon einen Absatz von 500.000 Autos an. Krüger sagte, bis 2025 werde BMW zwölf rein elektrisch angetriebene Modelle anbieten. «Für uns als Konzern hat die E-Mobilität die oberste Priorität.» Neben dem i Vision zeigt BMW auf der IAA auch eine Studie des Elektro-Minis, der 2019 auf den Markt kommen soll, den neuen Geländewagen X3 und eine Studie des wuchtigen Luxus-SUV X7.

(Quelle: Automobil-Produktion, Andreas Karius – Quelle Bild: BMW AG)

Auch Jaguar Land Rover ruft Ende des Verbrenners aus

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Auch Jaguar Land Rover ruft das Ende des Verbrenners aus und will ab 2020 alle Neufahrzeuge nur noch Elektroautos oder Hybridmodelle anbieten.

JLR ist nach Volvo der zweite Hersteller, der mit einer solchen Ankündigung in die Offensive geht. In einer Mitteilung verspricht der britische Autobauer: Ab 2020 wird jedes neue Fahrzeug der Marken Jaguar und Land Rover mit Elektroantrieb oder als Hybrid kommen.

Für JLR ist das ein großer Schritt. Obwohl die Briten 2018 als erster traditioneller Premiumhersteller mit dem i-Pace ein rein elektrischer Fahrzeug in Konkurrenz zum Tesla Model S an den Markt bringen, sind die bisherigen Erfahrungen der Briten mit Elektromobilität eher spärlich und beschränkt sich auf ein paar technologische Fingerübungen mit Plug-in-Hybriden bei der Geländewagenmarke Range Rover.

Umso überraschender kommt der Schritt, den i-Pace, der bei Magna in Graz gebaut wird, bereits 2018 in den Verkauf zu bringen. Der Wagen in Tesla S-Format soll es auf eine Reichweite von 500 Kilometer mit einer Batterieladung bringen. Experten trauen dem elektrischen Jaguar einen guten Start zu, gilt er dann doch als einzige Alternative zum Model S.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: Jaguar)

BMW bestätigt elektrischen Viertürer – E-Version des 3er?

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Unmittelbar vor der IAA hat BMW bestätigt, einen rein elektrischen Viertürer vorzustellen. Damit scheint sich zu bestätigen, was im Vorfeld spekuliert wurde: Dass der Autobauer an einer Elektroversion des 3er arbeitet. BMW-Chef Harald Krüger bezeichnete das neue Modell als “die Vision eines rein elektrischen Viertürers, angesiedelt zwischen dem i3 und dem i8.” Details, wann das Auto auf den Markt kommen soll und mit welcher Reichweite, wurden nicht genannt.

Der Münchener Hersteller ist mit seinen Fahrzeugen i3 und i8 einer der Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Allerdings sind die verkauften Stückzahlen noch relativ gering. Den Markt in Bewegung gebracht hat weltweit besonders Tesla. Der US-Autohersteller zielt mit seinem neuen Model 3 auf den Massenmarkt ab, wo BMW mit der 3er-Reihe seit Jahren starke Absätze erzielt.

Entsprechend wurde im Vorfeld der Messe darüber spekuliert, ob BMW anlässlich der IAA einen 3er mit Elektroantrieb vorstellen wird. Krüger hatte Anfang August von einer “Überraschung” zum Branchengipfel in Frankfurt gesprochen.

Reichweiten verdoppeln

Auf der IAA will BMW zudem das Konzeptfahrzeug des rein elektrischen Mini-Serienfahrzeugs vorstellen, der dann 2019 auf den Markt kommen soll. Ein Jahr später will der DAX-Konzern dann den X3 als ersten rein elektrischen BMW einführen. In Zukunft, so BMW-Chef Krüger am Donnerstag anlässlich der IAA Preview in München weiter, werden alle rein elektrischen BMW i zugeordnet, auch der X3.

Aktuell hat das Unternehmen neun elektrifizierte Autos im Angebot. Die Reichweiten der Batteriefahrzeuge sollen mit der 5. Generation der BMW-Elektroantriebe ab 2021 auf bis zu 700 Kilometer und für Plug-in-Hybride auf bis zu 100 Kilometer erhöht werden, erklärte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Der i3 fährt mit der neuen Batterie aktuell bis zu 310 Kilometer, der Plug-in-Hybrid kommt etwa 50 Kilometer weit.

Im Jahr 2025 will BMW 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, davon sollen dann 12 rein elektrisch sein. Dieses Jahr will das Unternehmen wie angekündigt insgesamt 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge ausliefern, was rund 5 Prozent des Gesamtabsatzes entsprechen würde.

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit, Quelle Bild: BMW AG)

Future Mobility bestätigt: erstes Serienmodell kommt 2019

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Konkretisiert hat jetzt das Elektroauto-Startup Future Mobility Corporation (FMC) seine Modellpläne. Demnach will man 2019 als erstes Serienmodell einen SUV in BMW X3-Format bringen. Der Wagen soll im Januar 2018 bei der CES Las Vegas gezeigt werden.

Erst im Jahr 2016 gegründet, nehmen die Modellpläne des von Ex-BMW-Manager Carsten Breitfeld geführten Unternehmens jetzt konkrete Formen an. Wie FMC-Vertriebschef Daniel Kirchert gegenüber China Daily sagte, werde man 2019 mit einem elektrischen SUV an den Verkaufsstart gehen.

Die Reichweite des Fahrzeugs soll bei 500 Kilometer pro Ladung liegen. Was der explizit gegen Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLC positionierte SUV sonst noch zu bieten hat, wird wohl bei der Vorstellung auf der CES in Las Vegas im Januar 2018 zu sehen sein. Gegenüber der chinesischen Zeitung ließ Kirchert durchblicken, dass man dem SUV möglichst bald eine Limousine und ein siebensitziges MPV folgen lassen will.

FMC wurde erst 2016 offiziell aus der Taufe gehoben. Zum Einstand brachte Breitfeld eine ganze Reihe Weggefährten aus dem von ihm geführten BMW i8-Projekt mit an den FMC-Hauptsitz Hongkong, komplettiert wurde das Führungsteam durch Experten von Google, Tesla und Daimler.

Erst vor wenigen Monaten hatte der junge Autobauer angekündigt, rund 1,7 Milliarden US-Dollar in den Bau eines Werks in Nanjing zu investieren. Das Werk ist auf eine Gesamtkapazität von 300.000 Einheiten jährlich ausgelegt, zum Start Anfang 2019 können bis zu 150.000 Fahrzeuge gebaut werden. FMC will seine Autos zwar in China produzieren, versteht sich aber als globale Marke.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk, Quelle Bild: FMC)

Elektromobilität: Ford verbündet sich mit Zotye

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Im Bestreben, sich ein deutlich größeres Stück vom Kuchen günstiger Elektroautos zu sichern, hat sich US-Autobauer Ford in China mit dem lokalen Hersteller Zotye verbündet. Ein entsprechender Vorvertrag wurde jetzt unterzeichnet.

In einem ersten Schritt will man nun die Möglichkeiten ergründen, gemeinsam für den chinesischen Markt bestimmte Elektroautos zu entwickeln. Dazu soll ein 50:50 Joint Venture mit Anhui Zotye Automobile gegründet werden.

Mit Zotye hat sich Ford ein relativ kleines Unternehmen als künftigen Partner heraus gepickt. Allerdings einen mit großer Erfahrung im Bereich Elektromobilität und speziell elektrisch angetriebenen Kleinwagen. In diesem Feld ist Zotye sogar Marktführer. In den ersten sieben Monaten verkaufte der Hersteller 16.000 rein elektrische Fahrzeuge, 56 Prozent mehr als im Vorjahr. In Europa kam Zotye als Radikal-Kopist von Porsche und Audi in Verruf, was dem stürmischen Wachstum der Marke allerdings nicht schadete.

Ford-China-Chef Peter Fleet zeigte sich überzeugt, dass man mit Zotye als Partner eine tragende Rolle im stark wachsenden NEV-Markt spielen werde. Zotye-Präsident Jin ZheYang bezeichnete das JV mit dem US-Hersteller als „aufregende Chance“ in eine neue Dimension am NEV-Markt vorzustoßen. Die Ford-Strategen rechnen damit, dass Chinas NEV-Markt bis 2025 auf sechs Millionen Einheiten pro Jahr ansteigen wird, davon vier Millionen rein elektrische Autos.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk, Quelle Bild: Ford)

 

BYD will Batterie-Kapazität noch 2017 fast verdreifachen

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Der chinesische BYD-Konzern will die Batteriekapazität noch in diesem Jahr auf 20 Gigawattstunden (GWh) erhöhen und damit fast verdreifachen. Damit bereitet man sich auf eine stark steigende Nachfrage im Bereich der Elektromobilität vor.

Über die enorme Produktionssteigerung bei BYD berichten chinesische Medien. Kommt der Konzern, der vor einigen Jahren in die Fertigung von Lithium-Ionen Batterien eingestiegen ist, auf die angestrebten 20 GWh, bedeutet das eine Steigerung um das 2,7fache im Vergleich zu 2016. Zur Einordnung: die von Tesla betrieben Gigafactory will ab 2020 35 GWh produzieren. Mit den jetzt von BYD angestrebten 20 GWh können grob gerechnet etwas mehr als 400.000 Elektrofahrzeuge mit einer Reichweite von 300 bis 350 Kilometer versorgt werden.

Aber nicht nur BYD stockt in Erwartung eines starken Nachfrageanstiegs bei Elektroautos auf. Auch Konkurrent CATL, unter anderem Lieferant für den BMW i3, hat ambitionierte Pläne. So will man die Produktion von 7,7 GWh in diesem Jahr auf 50 GWh im Jahr 2020 steigern.

Auch CATL stockt auf

Die Aktivitäten der Produzenten stehen auch vor einen industriepolitischen Hintergrund. So sind nur die Batterien der Hersteller, die pro Jahr mehr als acht GWh herstellen, zertifizierungsfähig. Das ist wiederum Voraussetzung für eine steuerliche Förderung der E-Autos in denen diese Batterien eingebaut werden.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk – Quelle Bild: BYD)

Sedran: VW I.D. 7.000 – 8.000 Euro billiger als Model 3

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Der 2020 in den Verkauf kommende elektrische VW I.D. wird preislich 7.000 bis 8.000 Euro unter dem Model 3 von Tesla liegen. Diese Zahl nannte Volkswagen-Chefstratege Thomas Sedran beim in München laufenden AUTOMOBIL FORUM.

Im Volumensegment will sich Volkswagen in der Elektromobilität nicht die Butter vom Brot nehmen lassen von Tesla. Man werde den US-Hersteller, der vor dem Start seines ersten Volumenmodell Model 3 steht, an der 30.000-Euro-Marke stoppen, hatte VW-Markenchef Herbert Diess vor wenigen Tagen gesagt. Was darunter genauer zu verstehen ist, ließ Thomas Sedran, Chefstratege des Wolfsburger Konzerns beim in München laufenden AUTOMOBIL FORUM durchblicken: mit dem im vergangenen Jahr in Paris vorgestellten VW I.D. werde man 7.000 bis 8.000 Euro unter dem Model 3 bleiben. Das Model 3 kommt in den Staaten für rund 35.000 US-Dollar an den Markt, umgerechnet knapp 31.000 Euro.

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In diesen optimistischen Ausblick dürfte die Erwartung deutlich sinkender Batteriepreise einkalkuliert sein. Wie Sedran sagte, stehe man sowohl mit Blick auf die Preise wie auf die Leistungsfähigkeit vor deutlichen Fortschritten. Bei Lithium-Ionen Batterien erwartet Sedran ein Absinken der Preise von aktuell 150 – 200 Euro pro Kilowattstunde auf unter 100 Euro.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk, Quelle Bild: VW)

BMW – sparen für die Elektromobilität

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BMW investiert Milliarden in seine Elektroautos, verdient damit aber noch wenig Geld und muss deshalb an anderer Stelle kräftig sparen. So will man Ausstattungsextras und -vielfalt zusammenstreichen.

Finanzvorstand Nicolas Peter bestätigte am Mittwoch (28. Juni 2017) in München, was Konzernchef Ende vergangenen Jahres zum obersten Ziel erhoben hat: der Konzern wolle in diesem Jahr 100 000 E-Autos und Plug-in-Hybride verkaufen. Damit sei BMW zwar profitabel, jedoch weniger als mit Benzin- und Dieselautos: “Die Profitabilität ist eine große Herausforderung”, räumte Peter ein.

Zugleich steigen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kräftig. Von 5,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr soll es weiter auf sechs Milliarden nach oben gehen. Zentrales Thema sei die Elektrifizierung, sagte Peter. Um trotz der hohen Kosten und der fehlenden Effizienz dennoch den angepeilten Gewinnanteil von acht bis zehn Prozent vom Umsatz zu halten, müsse BMW bei der Vielfalt sparen. “Wir haben zum Beispiel über 100 Lenkräder im Angebot”, sagte der Finanzchef. Was nur von wenigen Kunden nachgefragt werde, “das muss zusammengestrichen werden”.

Grundsätzlich zeigte sich Peter zuversichtlich was die weitere Entwicklung der Elektromobilität anbelangt. Mit den wachsenden Stückzahlen werde man auch profitabler. Aber ob ihr Verkaufsanteil im Jahr 2025 bei 10 oder 25 Prozent liegen werde, wisse keiner. Deshalb müsse BMW sehr flexibel sein und weiterhin auch in die Verbesserung der Benzin- und Dieselmotoren investieren. In Europa und in den USA seien Verbrennungsmotoren auf absehbare Zeit unverzichtbar. Zur notwendigen Flexibilität gehöre auch, dass jedes BMW-Werk Diesel-, Benzin- und Elektromotoren in die Autos einbauen könne.

(Quelle: Automobil-Produktion, Frank Volk, Quelle Bild: BMW AG)

Elon Musk, der größte Blender der Welt?

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Es ist ein gewaltiges Marketing-Spektakel: Tesla verkündet die E-Auto-Revolution, sammelt Milliarden und überholt an der Börse Ford, GM und sogar BMW. Dabei macht Tesla hohe Verluste und es mehren sich Probleme. Platzt die Blase?

Für die einen ist Elon Musk mit seinen Tesla-Autos ein neuer Heilsbringer wie Steve Jobs (Apple) oder Mark Zuckerberg (Facebook). Nur viel schillernder, eine gefühlte Mischung aus Daniel Düsentrieb, Dagobert Duck und Superman. Seine Fans schwärmen: Der Tesla-Chef sei cool, innovativ, ein Milliardenmacher, der mit seinen Elektro-Fahrzeugen die Automobilgeschichte revolutioniere. Tatsächlich hat er die Branche mit seinen E-Modellen kräftig aufgemischt und einen völlig neuen Autokonzern geschmiedet, der mit einem Marktwert von 60 Milliarden Dollar binnen weniger Jahre zum wertvollsten Autokonzern der USA aufgestiegen ist.

Doch für andere ist der Tesla-Chef ein schillernder Blender und Monopoly-Spieler, der das Geld seiner naiven Investoren in gewaltigen Dimensionen verbrennt. Tatsächlich meldet Tesla seit Jahren nur Verluste – und zwar gewaltige. Alleine für das erste Quartal 2017 steht ein Verlust von 330 Millionen Dollar zu Buche, fast doppelt so hoch, wie Analysten erwartet hatten. Tesla verbrennt damit jeden Tag 3,67 Millionen Dollar. Doch die Börse jubelt. Die Tesla-Aktie ist in nur sechs Monaten um 75 Prozent gestiegen. “Es herrscht Goldrauschfieber bei Tesla”, urteilen erfahrene Börsianer.

Die Marktkapitalisierung des Elektroautobauers ist inzwischen größer als die der klassischen Autokonzerne Ford und General Motors. Und nun ist sogar BMW eingeholt, was bis vor Kurzem als undenkbar galt, denn noch im Dezember lag die Bewertung von BMW rund 30 Milliarden Dollar über der von Tesla. “30 Milliarden im Halbjahr! Es ist die weltgrößte Börsenwette des Jahres”, raunen Aktienhändler aus New York. Kritiker warnen hingegen vor einem Mega-Bluff und einem bevorstehenden Platzen der Blase. Sie verweisen vor allem auf Zahlen: Während Tesla im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 7 Milliarden aufweisen konnte, dabei aber tiefrote Zahlen schrieb, kam BMW bei einem Umsatz von 94,16 Milliarden Euro auf einen Gewinn von 9,67 Milliarden Euro. Auch bei den verkauften Fahrzeugen hat BMW im vergangenen Jahr 2,37 Millionen Autos an die Kunden gebracht. Bei Tesla waren es rund 80.000. BMW verkauft also mehr als 30 Mal so viele Autos wie Tesla.

Großbanken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley warnen nun lautstark vor einer Überbewertung und einem hohen Crash-Risiko. Die Analystenlegende Marc Faber hält die Aktie gar für “wertlos”, sie werde kollabieren, Kursziel sei 0 Euro. Der japanische Autobauer Toyota hat sein Aktienpaket von 3 Prozent jedenfalls – wie nach Pfingsten bekannt wurde – flugs abgestoßen und die Entwicklungskooperation mit Tesla beendet. Doch Musk findet immer neue Investoren und begeistert sie mit funkelnden Visionen von futuristischen elektrischen Autoschlitten, Transportkapseln, Raketen. Bis zum Mars will er eines Tages fliegen, völlig neue Batterien und Solarpanele in mega-innovativen Gigafabriken erfinden und ganz Amerika mit Hyperloop-Transporttunneln durchziehen.

Doch manchem wird das alles nun zu bunt. Die kritischen Analystenkommentare der Wall Street häufen sich und das Milliarden-Monopoly des Elon Musk kommt an einen kritischen Moment. Der Milliardär spürt, dass seine Wirtschaftswundergeschichte kippen könnte, und so konterte er die schlechten Nachrichten mit neuen, noch großartigeren Fernzielen. Seine Ankündigung: Er werde mit dem “Model 3″ den globalen Massenmarkt erobern, sein “Model 3″ werde das iPhone unter den Autos, der Volkswagen des 21. Jahrhunderts und alsbald einen Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar und einen jährlichen Gewinn von fünf Milliarden Dollar erzielen. “Wir nähern uns der Markteinführung vom Model 3 und sind begeistert wie zuvor von der Zukunft Teslas”, tönt Musk. Und so ist die Tesla-Geschichte eine wilde Wette auf die Zukunft – immer neues Geld soll ein Wachstum erzwingen, das bisher noch nicht annähernd profitabel ist.

(Quelle: n-tv.de, Wolfram Weimer)

Honda setzt in Sachen E-Autos verstärkt auf Europa

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Japan gilt als Pionier für Elektromobilität. Bei dem Thema sieht der japanische Automobilkonzern Honda in Europa große Wachstumschancen. Schon bald sollen zwei Drittel aller Fahrzeuge über einen Elektroantrieb verfügen.

Bis zum Jahr 2025 sollen zwei Drittel aller in Europa verkauften Fahrzeuge über einen Elektroantrieb verfügen, wie die Nummer Drei der japanischen Branche am Donnerstag (8. Juni) mitteilte.

Europa übernehme damit eine Vorreiterrolle bei der Förderung der Elektromobilität. Mit Hilfe einer neu gegründeten Forschungsabteilung wolle man das Tempo bei der Elektro-Entwicklung beschleunigen, erklärte Honda-Chef Takahiro Hachigo am Forschungs- und Entwicklungsstandort des Konzerns in der japanischen Provinz Tochigi.

Zunächst will Honda seine europäischen Modelle mit Hybridantrieben ausrüsten. In Tochigi wird ein neues Hybridsystem namens i-MMD getestet, das über zwei Motoren verfügt. Das erste Hybridmodell mit einem solchen System soll im kommenden Jahr in Europa auf den Markt kommen. Hinzu kommen sollen Plug-in-Hybridmodelle, Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenautos.

(Quelle: Automobil-Produktion, Jennifer Kallweit, Quelle Bild: Honda)